
Holzrahmenbauweise bedeutet: Wenige standardisierte Teile und damit rationelles, schnelles und wirtschaftliches Bauen.
Holzbearbeitung und Verbindungen sind auf das Wesentliche vereinfacht. Einige wenige dünne Holzquerschnitte garantieren die einfache Holztrocknung und kurze Liefer- fristen. Aus diesen Bohlen (Massiv- oder Brettschichtholz) werden stockwerkhohe Rahmen erstellt. Sie übernehmen die vertikalen Lasten. Seitliche Verkleidungen oder Beplankungen steifen die Wände aus. Die Zwischenräume der Bohlen werden mit Wärmedämmstoffen gefüllt. Im Gegensatz zur amerikanischen 'Field Factory' (Fügen der Teile auf der Baustelle), ist in Europa weitgehende Vorfertigung die Norm. Vom Hersteller werden ganze Wand- und Deckenelemente auf die Baustelle gebracht, mit vormontierten Leitungen, Innen- und Aussenverkleidungen, Fenster und Türen. Diese Elemente werden auf der Baustelle mit einem Kran montiert. Rohbauzeit für ein Einfamilienhaus- Ein bis zwei Tage. Holzrahmenbau verbindet Individualität und Vielfalt im Ausdruck optimal mit rationeller Fertigung. Besonders im Wohnungsbau ist heute der Holzrahmenbau stark präsent und hat gute Zukunftsperspektiven, nicht zuletzt auch im urbanen Umfeld. 
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